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Leinöl Standöl 50P 1 Liter
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Leinöl Standöl 50 P (zähflüssig wie frischer Honig )


Allgemeines

Leinöl-Standöl  ist ein ausschließlich durch Polymerisation bei hohen Temperaturen aus Leinöl hergestelltes trocknendes Lein -Öl.
Eingesetzt in Ölfarben und Firnissen verbessert es den Verlauf, die Wasserresistenz , die Wetterbeständigkeit ,den Glanz ,die Elastizität, die Haftung. und die Haltbarkeit.
Beschleunigt durch Sikkative zeigt Leinöl-Standöl hervorragende Trocknungseigenschaften und einen exzellenten Verlauf
In Firnissen sollte nicht mehr als 10% hinzu gefügt werden, am besten bei ca 100°C warm vermischen.
Bedingt durch die Vorpolymerisation bildet sich sehr schnell eine Sauerstoff dichte Haut und die Durchtrocknung verzögert sich bei dicken Schichten stark
Leinölstandöl wirkt in Ölfarben und Firnissen auffettend.

Spezifikation

Viskosität (dPa.s, 25°C)
47,6
Gardner Farbzahl
 4
Säurezahl (SZ) (mg KOH/g) < 9,6
Jodzahl nach Wijs
>  120
Dichte bei 20°C (g/ml)
+/- 0,962
Flammpunkt (°C)
> 200°C
Verseifungszahl mgKOH/g
>
190


Lagerfähigkeit
In dichtverschlossenen Behältern bei Temperaturen von + 10 °C bis + 30 °C .
Wie bei allen Lein- und Tung-Ölen  ist eine kältebedingte Trübung  möglich. Diese ist reversibel und kann durch Erwärmen auf über 40 °C beseitigt werden.Meist verschwindet sie bei Temperatur über 15°C von selbst.

Zusammensetzung
Leinölstandöl


Einsatz von Holzlack,Leinöl- und Tung -Holzölprodukte in Innenräumen
Leinöl- und Tung Holzöl -Produkte bilden beim Trocknen(Oxidieren) den typischen Geruch. Dies ist kein Mangel. Dieser Geruch kann je nach Verarbeitung (niedrige Temperaturen, wenig UV Licht, hohe Luftfeuchtigkeit, dicke Schichten, unsauberes Verstreichen ) längere Zeit bis Monate anhalten. Im Innern eines Schrankes, welcher im kühlen, feuchten und dunklen Keller steht, wird Leinöl nur sehr langsam trocknen. Da hilft kein Sikkativ, nur ein Platz an der Sonne.
Bitte beachten Sie unbedingt diesen Hinweis.In jedem Fall ist für gute Lüftung zu sorgen.

                                                   

Begriffe

Holzteer
Wird Holz unter Luftabschluss in einem abgeschlossenen Behälter über 250°C  erhitzt , pyrolysiert es. Es beginnt  sich in die Stoffe Holzkohle, Holzteer, Holzessig und Holzgas zu zersetzen. Lediglich der Holzteer aus Nadelholzbäumen ist als Holzschutz geeignet.
Dem "Lexikon der Steinzeit", Verfasser Emil Hoffmann,  haben wir die folgenden Passagen entnommen:
Holzteer :Teergewinnung aus verschiedenen Holzarten wie Birke, Kiefer u.a. ist seit dem Paläölithikum bekannt.  In Königsaue in Sachsen-Anhalt wurde Holzteer als Schäftungsmittel gefunden, der auf 55 000 Jahre datiert wurde.
Mumien in Ägypten wurden mit Holzteer konserviert.

Terpentin
Balsamterpentin
Terpentin wird durch Destillation von Nadelbaumharzen gewonnen. Bei diesem Prozess gewinnt man Terpentin und als festen Bestandteil das Kophonium. Terpentin zersetzt sich unter Lichteinfluss innerhalb von maximal 28 Tagen.

Rohleinöl

Aus dem Samen des Flachses presst man oder löst das Leinöl. Rohleinöl ist Leinöl wie es aus der Ölmühle kommt.
Der Ölkuchen und das Rohleinöl sind  hochwertige Futtermittel. Sie können als Lebensmittel, Tierfutter oder als Ausgangsprodukt zur Farbenherstellung verwendet werden.  Rohleinöl enthält noch Schleimstoffe, Eiweiße, Enzyme, freie Säuren u.a.
Rohleinöl ist nur sehr begrenzt lagerfähig. Es wird teilweise bereits nach 3 bis 6 Monaten ranzig und bitter .Futtermittelhersteller geben dieses häufig sehr preiswert ab. Obwohl zur Aufarbeiten gedacht, wird dieses Leinöl häufig als " ...auch als Holzschutzmittel geeignet ..." verkauft, wozu es aber absolut ungeeignet ist. Auch wenn der Preis sehr heiß ist......

kalt gepresstes  Rohleinöl

Wie oben , jedoch werden die Samen nicht über 40°Celsius erwärmt. Im Ergebnis entsteht ein sehr hochwertiges Leinöl. Kalt gepresstes Leinöl enthält viele Enzyme u.a. Stoffe. In diesem Zustand ist es absolut ungeeignet als Anstrichsmittel.
Soll dieses zu einem Anstrichmittel  verarbeitet werden und seine  Eigenschaften bei behalten , darf es nicht erhitzt werden. Die Herstellung eines rohen Leinöls für Farben dauert mindestens 6 bis 9 Monate und kann nicht beschleunigt werden.Dem entsprechend gerechtfertigt hoch ist der Preis.Eine preisliche Alternative ist das moderne Lackleinöl.

Leinöl ( rohes Leinöl )

Als rohes Leinöl bezeichnet man ein Leinöl, welches lediglich physikalisch gereinigt ist und nicht durch Temperatur oder Zugabe von Sikkativen trockenbeschleunigt . 

Firnis 

Leinölfirnis 

gekochtes Leinöl

Wird das rohe Leinöl zur Herstellung von Anstrichen weiter verarbeitet, gewinnt man den Firnis.

Historisch geschah dies durch monatelanges stehen lassen und mehrfaches Abziehen des Öles. Anschließend wurde das Leinöl mit Bleiglätte gekocht. Die Bleiglätte bildete zusammen mit dem Öl das Sikkativ (Katalysator), gleichzeitig wurde das Öl voroxidiert.

Aus historischen Gründen bezeichnet man laut DIN deshalb ein Leinöl, welches mit Sikkativen versehen wurde als gekochtes Leinöl bzw. Leinölfirnis. Der maximale Gehalt an nicht oxidierenden Bestandteilen ist nicht festgelegt.( bei guten Firnissen ca. 5%)

Lackleinöl

Lediglich die ungesättigten Fettsäuren im Leinöl können durch Oxidation und Polymerisation eine feste Schicht bilden. Eiweiße, Schleimstoffe, freie Fettsäuren sind hierzu nicht in der Lage. Ist der Anteil dieser Stoffe zu hoch, bleibt bzw. wird der Firnisanstrich klebrig. Aus diesem Grund muss bereits der Samen des Flachses von  anderen Samen wie Mohn, Unkräutern u.ä. gereinigt werden.

Ein Leinöl, welches von diesen Stoffen befreit ist, bezeichnet man als Lackleinöl. Es ist geschmacklos, gold – gelb in der Farbe und riecht nicht ranzig. Dieses Öl kann dann vollständig Durchoxidieren und Polymerisieren 

Gibt man dem Lackleinöl ein Sikkativ hinzu erhält man wieder einen Firnis (gekochtes Leinöl )

Standöl

Unter Luftabschluss vor polymerisiertes Leinöl . Es ist bedeutend dickflüssiger als Leinöl. In Verbindung mit Leinölfirnis trocknet die Schicht glänzend auf. Die Schicht wird gleichzeitig witterungsbeständiger.

Ölfarbe

Eine klassische Ölfarbe besteht aus einem gutem Firnis und Pigmente. Beide Bestandteil werden mit einander so verrieben ,bis sich um jedes einzelne Pigment Leinöl befindet.

Pigmente sind feinst gemahlene farbige feste Stoffe.

Öllack

Gibt man einer Ölfarbe ein Harz hinzu, erhält man einen Öllack. Öllacke sind härter als Ölfarben, gleichzeitig verringert sich die Quellfähigkeit und damit verringert sich die Gefahr des Pilzbefalls.
Verzichtet man auf die Pigmente erhält man einen Lackfirnis, welcher fälschlicherweise häufig als Harttrockenöl bezeichnet wird.

Holzöl
auch
China Tree Wood Oil
China Holzöl
Tung Oil
Kalonussbaum Öl

Tung Öl wird aus den Nüssen des Holzölbaumes (Vernicia fordii) in Asien,den USA und Südamerika gewonnen. Das Öl wurde historisch nur als Holzöl oder chinesisches Holzöl bezeichnet und ist unter diesem Namen in der CAS Datenbank registriert.. Viele Hersteller bieten aber auch Holzöl zur Holzpflege an, welches kein Tungöl enthält und damit auch eigentlich kein Holzöl ist

Tungöl polymerisiert und oxidiert ähnlich wie Leinöl, trocknet jedoch schneller und bildet eine harzartige, relativ harte, matte Oberfläche. In der Malerei besteht bei alleiniger Verwendung des Tungöls eine hohe Versprödungs- bzw. Rissgefahr. Daher wird es meist in Mischung mit Leinöl bzw. Leinölfirnis verwendet. Bis 20 % dem Leinölfirnis zugesetzt, beschleunigt es die Trocknung und verringert die Quellung durch Wasser. Mit Leinöl gemischt, wird eine besonders gute Haltbarkeit und Witterungsbeständigkeit erreicht.

Reines Tung Öl eignet sich  besonders als Polieröl für Drechsel- und Schnitzarbeiten und zur Pflege von schwach saugenden Harthölzern.

Holzöllack

Die Verkochung von Leinöl mit Tung Öl wird als Holzöllack bezeichnet

trocknen von Firnissen und Ölfarben

Nach dem Anteil an ungesättigten Fettsäuren unterscheidet man zwischen nicht trocknenden (Bsp. Olivenöl), halbtrocknenden (Bsp. Soja- oder Rapsöl) und trocknenden Ölen (Bsp. Lein- oder Tung Holzöl ). Der Begriff „Trocknung“ bezeichnet hierbei nicht die Verdunstung von  Lösungsmittel, sondern das durch Oxidation und Polymerisation der ungesättigten Fettsäuren bedingte Festwerden des Öls.Trocknende Öle werden auch als fette Öle bezeichnet.

Sikkative

Als Sikkative bezeichnet man Stoffe ,die als Katalysator die Oxidation und Polymerisation der Ölmoleküle erheblich beschleunigen. Dadurch erhalten die Anstriche schneller ein feste Oberfläche und sind vor Feuchtigkeit geschützt. Gut sikkatierte Öle enthalten mehrere verschiedene  Primär- und Sekundärsikkative. Als Primär - Sikkativ werden i.d.R. Kobalt- oder Mangansalze eingesetzt. Kobaltsikkative sind besonders wirksam und  tragen wenig zum braun werden der Anstriche bei.
Die von uns eingesetzten Sikkative haben eine .Zulassung für den Einsatz gem.Spielzeugnorm EN 71-3

Dieses Produkt haben wir am Thursday, 21. April 2011 in unseren Katalog aufgenommen.
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